Paul

 

Paul hat in seinem 21. Genom einen Chromosomensatz zuviel - deshalb Trisomie 21. Das hat eine ganze Reihe von Folgen. Er braucht eine Brille, ein Hörgerät und viel Muskeltraining. Er ist nicht geistig behindert. Aber er lernt etwas anders (und langsamer) als Kinder mit nur zwei Chromosomensätzen.  Paul lernt nach besonderen Methoden und die ganze Schulklasse profitiert davon.

 

Inklusion stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen.  Zu dem guten Willen gehören ein großes Maß an Disziplin, Fähigkeit zur Selbstkritik und Liebe zu Menschen. Das Geheimnis: Man muss es wollen und das bedeutet aktuell, dass man darum kämpft, dass das Recht auf selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausnahmslos allen Menschen zusteht.

Paul hat Glück. Er hat Eltern, Lehrer, Pädagogen und Therapeutinnen, die für seine Entwicklung kämpfen mit Energie und pragmatischer Kreativität auf der Suche nach Problemlösungen. Die verstanden haben, dass sie interdisziplinär zusammenarbeiten müssen, damit ein auftretender Konflikt nicht als Scheitern sondern als gemeinsam zu lösendes Problem aufgefasst wird. 

 

Inklusion ist anspruchsvolle Gesellschaftspolitik. 

 

Wir erzählen die Geschichte eines "behinderten" Jungen, der so normal aufwächst wie andere auch. Und wir zeigen auch, wie das gemacht wird, so konkret und nachvoll-ziehbar wie möglich. Wir zeigen keine Idylle. Sondern ein Projekt vieler sehr engagierter Menschen, die damit auch zeigen wollen: Die Inklusion von Menschen, die etwas anders sind,  ist mit ganz normalem Handwerkszeug aus Wissenschaft und Praxis möglich.