Vorgeschichte des modernen Faust

Erstmals wird Faust 1507 aktenkundig, und zwar in einem Brief vom 20. August (Günther Mahal, Faust. Und Faust. Der Teufelsbündler in Knittlingen und Maulbronn, Tübingen 1997, S. 14). Diese historische Figur war Gegenstand vieler Erzählungen über eine Art Wanderpre-diger, Wunderheiler und Vaga-bunden, der über die Marktplätze zog und den Men-schen alles mögliche verkaufte. Als mystische Figur wurde Faust bekannt, weil er angeblich mit dem Teufel in Verbindung stand.

 

Goethe muss als Kind die Faust-Geschichte in der Bibliothek seines Vaters gefunden und gelesen haben. Sein Urfaust entstand zwischen 1772 und 1775, der erste Teil des Faust entstand zwischen 1797 und 1805, der zweite Teil wurde 1831 abgeschlos-sen. Goethe hat sich also über 50 Jahre - mit großen Unterbrechungen - mit dem Faust beschäftigt.

 

Die Suche nach neuen Wegen der Erkenn-tnis, im Zweifel auch über die Kooperation mit dem Teufel und die Folgen für die Men-schen beschäftigte Goethe, der am Ende seiner Studien zum Resultat kam, dass sich die heraufziehende neue Epoche für die Menschheit als Tragödie erweisen könnte. 

 

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Die Suche nach neuen Wegen der Erkenntnis, im Zweifel auch über die Kooperation mit dem Teufel und die Folgen für die Menschen beschäftigte Goethe, der am Ende seiner Studien zum Resultat kam, dass sich die heraufziehende neue Epoche für die Menschheit als Tragödie erweisen könnte. 

 

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Karte von Fausts historisch nachgewiesenen , möglichen und legendären/literarischen Aufenthaltsorten aus: Mahal, 1997, S. 13
Karte von Fausts historisch nachgewiesenen , möglichen und legendären/literarischen Aufenthaltsorten aus: Mahal, 1997, S. 13